Aus Liebe zu Niederaichbach

Veröffentlicht am 12.02.2020 in Kommunalpolitik

Niederaichbacher SPD und Unabhängige Bürger startet in Wahlkampf

„Aus Liebe zu Niederaichbach“ – so lautet das Wahlkampfmotto der SPD Niederaichbach und der Unabhängigen Bürger im Wahljahr 2020. Die Vorsitzende der Niederaichbacher SPD und Gemeinderätin Kerstin Schanzer eröffnete die Auftaktveranstaltung im Gasthaus Kirchenwirt und konnte unter den Anwesenden auch die Landratskandidatin Ruth Müller MdL, sowie Kreisrat Arno Wolf aus Pfeffenhausen begrüßen.

„Wir haben in den letzten 6 Jahren im Gemeinderat mit unserer Stimme viel erreicht und mitgetragen!“, so Gemeinderat Andreas Obermeier, der auf umgesetzte Projekte in der vergangenen Legislaturperiode einging. Dazu gehörten u.a. die Ansiedlung einer Apotheke und eines Seniorenwohnheims, die Vergrößerung des EDEKA-Marktes und somit die Sicherung der Daseinsversorgung, die teilweise Realisierung des Hochwasserschutzes im Aichbach- und Wolfsbachtal, die Erweiterung des Kindergartens und der Bau der offenen Ganztagsschule mit Mensa und die Realisierung einer Nahwärmeversorgung im Zentrum, um nur einige große Projekte zu nennen.

Kerstin Schanzer, die bereits 12 Jahre im Gemeinderat aktiv ist, eröffnete schließlich die Vorstellung der Ziele, die sich die Wählergruppierung für die kommende Legislaturperiode gesetzt hat. „Niederaichbach muss weiterhin eine familienfreundliche Gemeinde bleiben!“, so Schanzer. Die attraktiven Preise für Baugrund und Wohnraum und das sichere Betreuungsangebot für Kinder von Kinderkrippe bis Schule muss beibehalten werden und durch eine Ferienbetreuung für Grundschulkinder weiter ausgebaut werden. „Wir sind eine wohlhabende Gemeinde und müssen uns das leisten!“, betont Schanzer. Weitere Ziele im Jugendbereich erörterte Fabian Huber, dem als aktives Mitglied der Landjugend und der Feuerwehr die Vereinsarbeit im Jugendbereich sehr am Herzen liegt. „Durch die Gründung eines Jugendbeirats könnte man der Jugend in der Gemeinde eine Stimme geben.“, schlägt Huber vor.  Anja Unverzagt legte Wert auf einen weiteren Ausbau der Barrierefreiheit im öffentlichen Bereich und regt die Einführung eines Senioren-/Behindertenbeirats an. Des Weiteren erläuterte sie die Idee einer Parkanlage entlang der Hochspannungsleitung quer durch Niederaichbach mit Bewegungsparcours für ältere Mitbürger und neuen Abenteuerspielplatz für die Jüngsten in der Gemeinde. Auf die Vorhaben im Bereich Kultur ging Gemeinderat Werner Robl näher ein. Es müssen dringend neue Räumlichkeiten für das Heimatmuseum gesucht und gefunden werden, da die alten Räume aus allen Nähten platzen. Neben der Gründung einer Leibibliothek und der Einführung eines Selbsvermarkter-Marktes sind Robl aber auch die Förderung des Ehrenamtes von großer Bedeutung. „Ich möchte unsere vielen Ehrenamtlichen in der Gemeinde für ihre Arbeit belohnen.“, so Robl. In Form von Freikarten für diverse Veranstaltung könnte dies beispielsweise zu verwirklichen sein. Weiter ging er ein auf die Notwendigkeit, weiter einen geeigneten Standort für ein Kleingewerbegebiet zu suchen und den Hochwasserschutz im Gemeindegebiet weiter konsequent voranzutreiben.

Zum Abschluss betonten Schanzer und Robl, dass weiterhin der Süd-Ost-Link und der Bau eines Konverters auf Gemeindegebiet strikt abgelehnt werden muss und dazu alle möglichen Maßnahmen getroffen werden müssen. Gleiches gilt für die Einlagerung von Fremdkastoren in das Zwischenlager BELLA. „Wir dürfen uns von der Bundesregierung nicht alles gefallen lassen!“, sind sich Schanzer und Robl einig.

Kerstin Schanzer konnte im Folgenden ein junges Kandidatenteam mit großem Frauenanteil vorstellen: „Unsere Kandidaten kommen aus verschiedensten Berufsgruppen und unterschiedlichsten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und Vereinslebens und kandidieren aus Liebe zu Niederaichbach für den Gemeinderat!“

Nach der Vorstellung der engagierten Niederaichbacher Gemeinderatskandidaten stellte die Landratskandidatin Ruth Müller fest, dass es bei vielen Themen Überschneidungen gebe und deshalb eine gute Zusammenarbeit zwischen Kommune und Landkreis notwendig sei, um die Ziele umzusetzen. Zum Thema Wohnen gilt: "Bezahlbaren Wohnraum muss es in allen 35 Gemeinden unseres Landkreises geben. Familien, Studierende, Alleinerziehende und unsere Senioren brauchen je nach Lebenssituation unterschiedliche Wohnungen. Damit alle in ihrer Gemeinde bleiben können, brauchen wir Single-Mietwohnungen, Eigenheime und Möglichkeiten des Mehrgenerationen-Wohnens auch überall. Landkreise müssen endlich in der Lage sein, Wohnungsbaugesellschaften zu gründen, um selbst bezahlbaren Wohnraum zu errichten.“ Dafür wolle sie als Landrätin auch gegenüber der Bayerischen Staatsregierung Druck machen. Seit 24 Jahren trage sie im Verwaltungsrat von LAKUMED Verantwortung, berichtete sie aus ihrer Arbeit im Landshuter Kreistag. Und deshalb sei ihr der Erhalt gerade der beiden Krankenhäuser in Rottenburg und Vilsbiburg ein wichtiges Anliegen. „Krankenhäuser müssen keine Gewinne machen, sie müssen für die Menschen vor Ort erreichbar sein und sind deshalb am besten in kommunaler Hand aufgehoben“, stellte Müller fest.

 

 

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