Ausgebüxte Kühe und Autoscooter auf großer Fahrt

Veröffentlicht am 05.06.2020 in Sicherheit & Inneres

S. Entwistle (1. Bgm. VIB), H. Vogelgsang, A. Gassner, R. Müller

MdL Ruth Müller besuchte mit Bürgermeisterin Sibylle Entwistle die Polizeiinspektion Vilsbiburg

 

Die Vilsbiburger Polizeiinspektion ist für 14 Gemeinden, 111 Weiler und 580 Einöden zuständig und muss ein umfangreiches Einsatzgebiet von 520 Quadratkilometern bearbeiten, erfuhren die beiden SPD-Politikerinnen Ruth Müller, MdL und Bürgermeisterin Sibylle Entwistle bei ihrem gemeinsamen Besuch bei der Vilsbiburger Polizeiinspektion von Dienststellenleiter Hermann Vogelgsang. Regelmäßig besucht die Abgeordnete die Polizeidienststellen in ihren Stimmkreisen, um zu erfahren, wie die Sicherheitslage ist und inwieweit die Personalausstattung noch zeitgemäß ist. Erfreulicherweise ist seit ihrem letzten Besuch die Personal-Ist-Stärke von 38 auf 40 Personen aufgestockt worden, erfuhr Müller. Mit 32,25 Beschäftigten in der verfügbaren Personalstärke könne man gut arbeiten, aber davon seien zwei Praktikanten, die in Kürze wieder weg seien. Umso mehr hoffen Hermann Voglsgsang und sein Stellvertreter Andreas Gassner, dass sie bei der Neuverteilung der Stellen, die vergangene Woche bekanntgegeben wurden, berücksichtigt werden. Drei weitere Beamte der Qualifizierungsebene III bräuchte man in Vilsbiburg, um der wachsenden Einwohnerzahl in der Region und den veränderten Rahmenbedingungen gerecht zu werden. Dafür will sich die Abgeordnete beim Polizeipräsidenten von Niederbayern einsetzen.

„Corona hat auch unsere Arbeit verändert“, veranschaulichte Vogelsgsang anhand einiger Zahlen: Die Zahl der Verkehrsunfälle, die im vergangenen Jahr bei 1.474 lag, sei signifikant zurückgegangen. Dafür habe man in den vergangenen Wochen über 340 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz bearbeiten müssen. Zurückgegangen sei zum Glück die Zahl der Wohnungseinbrüche, hier habe man zum einen durch mehr Präsenz in den Wohnsiedlungen aber auch durch Aufklärung und Präventionsarbeit viel erreicht: Waren es im Jahr 2018 noch 44 Einbrüche, so haben sich diese im Jahr 2019 mehr als halbiert auf nur noch 21 Delikte. Die Delikte mit Alkohol und Drogen seien gestiegen und im Bereich der Internetkriminalität und von Betrugsdelikten gebe es immer wieder Überraschungen. So schilderte Vogelgsang den Fall einer angeblichen Erbschaft, die man antreten könne, wenn die Notarkosten überwiesen würden. Was dann auch prompt geschehen sei – nur die erwartete Erbschaft blieb aus. „Hier könne man gar nicht misstrauisch genug sein“, warnte er vor dem Enkeltrick, vermeintlichen Gewinnen oder Erbschaften. Die Kriminalitätshäufigkeitszahl sei sehr gut, erfuhren die beiden SPD-Politikerinnen: Während sie im Rest von Bayern im Jahr 2019 bei 4.615 Straftaten je 100.000 Einwohnern lag, konnte die PI Vilsbiburg in ihrem Zuständigkeitsbereich eine Zahl von 2.564 Straftaten je 100.000 Einwohner aufweisen. Und das bei einer sensationell hohen Aufklärungsquote von 75,7 Prozent (Bayern: 67 Prozent), vermeldete Vogelgsang zufrieden. „Das ist der Vorteil unserer dezentralen Polizeistrukturen“, stellte Bürgermeisterin Sibylle Entwistle fest. Hier sei der Polizeibeamte noch näher am Bürger und damit auch im Alltag präsenter. „Ich bin froh, dass unsere Stadt durch Ihre Arbeit sicher ist, wie die Zahlen belegen“, bedankte sich Entwistle bei Hermann Vogelgsang und seinem Team. Der Polizeiberuf bringt neben schwierigen Einsätzen auch manchmal skurrile Begebenheiten mit sich, erzählte Vogelgsang anhand zweier Beispiele, die ein Schmunzeln bei den Besucherinnen auslösten: Die Kuh Büxi hielt nicht nur die Polizei Vilsbiburg sondern auch die Presse nahezu drei Monate in Atem. Und der Autoscooter-Klau auf dem Volksfest Velden machte gleich im Facebook die Runde, denn die jungen Autofahrer hatten ein Video von ihrer Autoscooter-Fahrt auf der Straße gedreht und online gestellt, was natürlich eine Fahndung erleichterte. Solche Straftaten seien in diesem Jahr nicht möglich, denn Volksfeste gibt es nicht. Dadurch konnten die Überstunden bei den Beamten, die im Januar noch bei knapp 1.300 Stunden lagen auf 906 Überstunden im April reduziert werden. „Im Großen und Ganzen sind wir mit unseren Bürgerinnen und Bürgern zufrieden“, stellte Vogelgsang fest. Ihm ist es wichtig, als Partner und Dienstleister gesehen zu werden, der für die Sicherheit der Bevölkerung sorgt.

 

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