Die Sprache der Blumen erlernen

Veröffentlicht am 15.03.2021 in Allgemein

Ruth Müller, MdL besucht Ausbildungsbetrieb in Furth

 

Wenn die „Woche der Ausbildung“ startet, sind die bayerischen Landtagsabgeordneten vor Ort, um sich über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren und mit den Betrieben ins Gespräch zu kommen. Oft stehen neue Ausbildungsberufe im Mittelpunkt der Besuche, die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller hat sich in diesem Jahr allerdings für einen traditionsreichen Ausbildungsberuf entschieden und „Die Blumenbinderei in Furth“ von Manuela Grußie besucht. Dabei erfuhr sie auch den aktuellen Trend zu Trockenblumen und Trockengestecken, den sogenannten „Flower-Loops“. Gleichzeitig machen „Blumen-Boxen“ aus dem Online-Versand den Blumengeschäften vor Ort Konkurrenz, erfuhr Müller. Grußie hat den Laden vor acht Jahren eröffnet und bildet auch immer wieder angehende Floristinnen aus – derzeit die 28jährige Mei Zhang, die sich im Jahr 2020 als einzige Auszubildende im gesamten Landkreis Landshut für den Beruf der Floristin entschieden hat.

„Als ich vor 30 Jahren die Ausbildung gemacht habe, waren wir 20 Floristinnen in meinem Jahrgang an der Berufsschule in Landshut“, erinnert sich Manuela Grußie. Derzeit gibt es zwölf Auszubildende im ersten Lehrjahr in ganz Niederbayern. Das hat auch Folgen für die Auszubildenden und das weitere Berufsleben: Die einzige Berufsschule Niederbayerns ist mittlerweile in Straubing, was weite Wege zur Schule bedeutet. Und mittlerweile findet dort auch keine Meisterausbildung mehr statt, da die Nachfrage zu gering ist. „Ich liebe die kreative Arbeit mit den natürlichen Werkstoffen und den Anspruch, Kundenwünsche in fachgerechte florale Gestaltung umzusetzen“, so Manuela Grußie. Jede Hochzeit, jede Familienfeier ist auch ein Ausdruck des persönlichen Stils und das macht den Beruf so abwechslungsreich. Die Ausbildung beinhaltet aber auch die sachgemäße Pflege und die Versorgung von Blumen und Pflanzen, erzählt die Floristin, die vier Mitarbeiterinnen in ihrer Blumenbinderei beschäftigt. „Eine gute Ausbildung trägt durch das ganze Leben und lässt sich ausbauen“, pflichtet die Landtagsabgeordnete bei. Sie selbst habe ebenfalls ihr Arbeitsleben mit einer Ausbildung begonnen und wisse aus vielen Gesprächen, wie anerkannt das duale Ausbildungssystem weltweit sei. „Fachkräfte fallen nicht vom Himmel, Fachkräfte werden ausgebildet und erlernen ihren Beruf von der Pike auf“, so Müller. Deshalb sei es wichtig, die Vielfalt der Ausbildungsberufe bekannt zu machen und ausbildungswillige Betriebe zu unterstützen.

 

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