Dramatische Engerlingplage in Niederbayern – SPD verlangt Aufklärung, Unterstützung und staatliche Soforthilfen

Veröffentlicht am 25.10.2019 in Landwirtschaft & Forsten

Landtagsabgeordnete Ruth Müller fordert Bayerische Staatsregierung zum Handeln auf

 

Gravierende Schäden

Die niederbayerischen Bauern besonders in den Landkreisen Passau, Freyung-Grafenau sowie Passau kämpfen seit dem Sommer gegen eine massive Engerlingplage. Die hektarweise Zerstörung von Dauergrünlandflächen durch die Maikäferengerlinge hat eine enorme Auswirkung auf die Futtererträge der betroffenen Landwirte. Die Engerlinge fressen Grasnarben von unten her weg und die Landwirte müssen in der Konsequenz die Felder neu ansäen. Mehr als die Hälfte der Futtererträge gehen hierbei oft verloren, was für betroffene Betriebe oft mehrere Tausend Euro Schaden bedeutet.

Aktuelle Anfrage der Abgeordneten Ruth Müller

Wie eine aktuelle Anfrage der Landtagsabgeordneten Ruth Müller ergeben hat, liegt der Ertragsausfall auf den Befallsflächen im Landkreis Freyung-Grafenau zwischen 40 und 70 Prozent. Das bayerische Landwirtschaftsministerium hat zwar das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Deggendorf mit einer aktuellen Versuchsreihe zur Engerlingsbekämpfung beauftragt, stuft aber Fraßschäden aller Art als natürliches Risiko ein, das nicht unter die Tatbestände fällt, die mit finanziellen staatlichen Soforthilfen unterstützt werden könnten.

„Die betroffenen Landwirte sind massivem Druck ausgesetzt und haben keine andere Wahl als die befallenen Flächen abzufräsen mit dem einhergehenden Verlust der Futterernte“, zeigt sich Ruth Müller betroffen über die derzeitige Ausweglosigkeit der Situation.

 

Forderungen der SPD Landtagsfraktion

Müller hat daher im Bayerischen Landtag einen Berichtsantrag eingereicht, in dem sie die Staatsregierung dazu auffordert, Stellung zu beziehen zum Umfang der Schäden, zu wirksamen Bekämpfungsmöglichkeiten und zur Notwendigkeit von Maßnahmen zur Existenzsicherung der Betriebe. „Die diesjährigen Schäden sind so einschneidend, dass es nicht genügt, sich nur besorgt zu zeigen. Daher fordere ich Ministerin Kaniber auf, die Landwirte in dieser Notsituation auch mit finanziellen Mitteln und nicht nur mit warmen Worten zu unterstützen“, so Müller zu den aktuellen Forderungen der SPD Landtagsfraktion.

 

Bestandsaufnahme bei Vor-Ort Termin

Kommende Woche wird sich Ruth Müller gemeinsam mit ihrer Bundestagskollegin Rita Hagl-Kehl mit betroffenen Landwirten und Experten in der Region treffen, um im gemeinsamen Gesprächsaustausch Status Quo, Lösungsansätze sowie Perspektiven zu diskutieren.

 

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