Ein reich gedeckter Tisch für die Bienen ist das Ziel

Veröffentlicht am 19.06.2020 in Allgemein

Ein reich gedeckter Tisch für die Bienen ist das Ziel
Ruth Müller, MdL besucht Hobby-Imker Klaus Leopold

Mit einem warmen April waren es eigentlich gute Voraussetzungen für die Frühtracht in diesem Jahr, erzählt Klaus Leopold beim Besuch der imkereipolitischen Sprecherin Ruth Müller an seinen Bienenkästen. Gleich hinter seinem Haus, an der alten Wasserreserve, tummeln sich in diesem Jahr sieben Bienenvölker, vier davon sind schon wieder neue Ableger seiner Altvölker. Aber nach den ersten warmen Wochen, in denen alles in voller Blüte stand, folgten kalte Tage und frostige Nächte, sodass beispielsweise die Apfelblüte nur spärlich ausgefallen ist, die von den Bienen für die Honigernte dringend gebraucht wird. Vor wenigen Tagen hat Leopold zum ersten Mal in diesem Jahr geschleudert und die Honigernte beurteilt er als „eher durchschnittlich“. Im sechsten Jahr imkert Klaus Leopold nun, den die Arbeit der Bienen schon immer fasziniert hat. Und man lerne ständig etwas dazu, da die Natur immer wieder Überraschungen bereit halte.

Erfreulich findet er, dass durch die Diskussionen, die um das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ im vergangenen Jahr stattgefunden hätten, ein Umdenken bei vielen Garten- und Balkonbesitzern stattgefunden habe. „Es gibt deutlich mehr Blühflächen und einen entspannteren Umgang mit sogenannten Unkräutern“, stellt Leopold fest. Aber in Feld und Flur breche nach der Rapsblüte eine Durststrecke für die Bienen an. Hier würde sich der Hobby-Imker mehr blühende Hecken und Raine wünschen, damit nicht nur die Honigbienen sondern auch die Wildbienen und andere Insekten einen reich gedeckten Tisch in der Natur vorfinden. Auch die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller wirbt bei jeder Gelegenheit für naturnahe Gärten und Wegesränder. Denn jeder einzelne Haus- und Gartenbesitzer, aber auch Verbraucher kann dazu beitragen, das Lebensumfeld für die Bienen und andere Insekten zu verbessern. „Steril aufgeräumte Gärten mit Granitsplit statt Wiese und Blumen bieten weder Nahrung noch Überwinterungsmöglichkeiten“, so Müller. Wichtig wäre es zudem, den Anbau von blühenden Energiepflanzen stärker zu bewerben und zu unterstützen, die durch ihre Mehrjährigkeit auch gleichzeitig den Boden vor Erosion schützen. Mit einem Glas frisch geschleudertem Honig bedankte sich Klaus Leopold bei der imkereipolitischen Sprecherin für ihren Besuch und Einsatz für die gelb-braunen Haustiere.

 

 

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