Ein Platz an der Sonne für Hase und Schaf

Veröffentlicht am 08.05.2019 in Umwelt

Besichtigung des Solarparks des Parlamentarischen Staatssekretärs Florian Pronold

 

 

Wie sich die erneuerbaren Energien rund zwei Jahrzehnte nach Einführung des EEG in der Region Landshut etabliert haben, davon konnte sich der parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold, MdB beim Besuch des Solarparks in der Münchnerau ein Bild machen.

 

Karlheinz Huber von der Bürgerenergie Isar eG stellte ihm und der Landtagsabgeordneten Ruth Müller den Solarpark vor:

Mit neun Gesellschaftern (27% Beteiligung der Bürgerenergie Isar eG + acht Privatpersonen) wurde er 2013 errichtet und versorgt mit ca. 4,4 Megawatt knapp 1.500 Haushalte im Umfeld Landshuts. Die Betreiber verzeichnen stabile Erträge und konnten mit dem heissen Sommer 2018 Einspeiserekorde erzielen. Zudem macht die Anlage kaum technische Probleme. „Was vorher herkömmliches Ackerland mit geringer Bodenbonität war, wurde mit rund 18.000 Modulen und einer Grünfläche mit Saatgut aus der Region versehen“, erläuterte Huber seinen Besuchern, unter denen auch die Kommunalpolitiker Max Ditmer (Eching), Bruckbergs zweiter Bürgermeister Josef Kollmannsberger und der Landshuter Stadtrat Robert Gewies waren. „Um die Weide abzugrasen werden 16 Mutterschafe als „lebende Rasenmäher“ eingesetzt. Mit den Jahren hat sich die Fläche zu einem wahren Biotop entwickelt mit Schlingnattern, Wildhasen und Greifvögeln.“ stellt Betreiber Karlheinz Huber fest. „Die Anlage ist sowohl als Geschäftsmodell als auch aus Umweltgründen ein Vorzeigeprojekt“.

 

Bei der vertieften Diskussion in der Firmenzentrale von OneSolar in Eching wurde mit Geschäftsführer Johannes Hinz auch die Recyclingfrage erörtert. Nach einer Nutzungsdauer von 20 bis 30 Jahren können die Solarmodule, die hauptsächlich aus Aluminium, Glas und Silber bestehen, gezielt recycelt werden, sodass die enthaltenen Wertstoffe in den Platten eine Weiterentwicklung von Verfahren zum gezielten Recycling attraktiv machen. Zudem überdauern Solarmodule ihre Abschreibungszeit weit. Der Staatssekretär im Umweltministerium Florian Pronold stellte dazu fest, dass die Verbindung von Landwirtschaft und Energiegewinnung auch aus dem Gesichtspunkt „Mangel an Schäfern“ positiv zu sehen sei, denn es gibt immer weniger Schäfer und dieser Beruf sei mehr und mehr vom Aussterben bedroht. Allein der Solarpark hält knapp 40 Schafe.

Die Landwirtschaftspolitikerin Ruth Müller stellte fest, dass sich bei Photovoltaikfreiflächen ein deutlich besseres Verhältnis der erzeugten Energie pro Hektar ergebe, als bei reinem Energiepflanzenanbau. „Uns allen muss es ein Anliegen sein, die Artenvielfalt wieder herzustellen, und dabei auch die konventionelle Landwirtschaft einzubinden“, so Müller.

Wie der Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigt werden könne, war Thema der Diskussion. Pronold mahnte, es müsse nach dem Kohleausstieg grüner Strom zur Verfügung stehen, zumal der Strombedarf nach seiner Einschätzung durch Elektromobilität und Digitalisierung steigen wird. „Wenn wir es ernst meinen mit dem Ausstieg aus der Kohle, muss das zuständige Ministerium jetzt endlich handeln“, forderte Pronold Taten.

„Im Kern hat das EEG dazu geführt, dass die Markteinführung gelungen ist. Nun muss die gigantische Herausforderung des Wegfalls von Kernenergie gemeistert werden.“ PTX (Power-to-x) sei ein Zukunftsfeld, aber es werde sicher noch zehn Jahre dauern bis es zur Marktreife komme.

In einer gelingenden Energiewende sieht Ruth Müller einen großen Schritt zur Teilhabe der Menschen an der Energiegewinnung, die man auch „Demokratisierung der Energieversorgung“ nennen kann.

„Mehr Standbeine sind besser als die Machtkonzentration. Renaturierung, höhere Pachten und Energiegewinnung ist eine gute WinWin-Situation.“ Wichtig dabei dürfe aber nicht nur die Energiebilanzbetrachtung, sondern auch die Nachhaltigkeit sein, forderte Karlheinz Huber. „Zudem müsse der gesellschaftliche Konsens bedacht werden“, ergänzte Max Ditmer.  

„Wenn wie hier Ökologie und Ökonomie im Einklang stehen, können Schlingnattern und Co. den Platz an der Sonne genießen“, lobte Pronold.

 

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