Großes Kino zum Internationalen Frauentag

Veröffentlicht am 12.03.2019 in Veranstaltungen

Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller lud zum alljährlichen Frauenempfang in den Bürgersaal Rottenburg

 

Über einhundert Gäste fanden sich zum diesjährigen Empfang der frauenpolitischen Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion, Ruth Müller, MdL am Internationalen Frauentag im Bürgersaal der Stadt Rottenburg ein. Als besonderes Highlight wurde dieses Mal anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts in Deutschland, ein thematisch passender und inspirierender Film gezeigt, der erzählt, wie Frauen eines kleinen Dorfes in der Schweiz mobil machen, um auch hier endlich Gleichberechtigung zu erfahren. Dabei muss erwähnt werden, dass die Schweiz als Schlusslicht Europas erst im Jahr 1971 das Wahlrecht für Frauen eingeführt hat, „der letzte Kanton Appenzell-Innerrhoden zog sage und schreibe erst im Jahr 1990 nach – und das entgegen einem Mehrheitsentscheid der Männer!“ ergänzte Ruth Müller in ihrer Ansprache während des Sektempfangs.

Nach der Begrüßung der Gäste ging die Frauenpolitikerin auf einige wichtige, manchmal auch kuriose oder heutzutage auch schlicht unglaubliche Fakten ein, die die Unterordnung der Frau unter den Mann bis in unsere jüngste Vergangenheit eindrucksvoll veranschaulichten. So hatte der Ehemann bis 1958 das alleinige Recht, über das Vermögen seiner Frau zu verfügen und konnte auch deren Arbeitsverhältnis kündigen, zu dessen Aufnahme es im Übrigen ebenso der Erlaubnis des Mannes bedurfte. Ab diesem Jahr durfte die Frau dann auch ohne die Einwilligung des Mannes den Führerschein machen. Aus heutiger Sicht unvorstellbar. „Ab 1977 war die Ehefrau dann auch nicht mehr gesetzlich zur Haushaltsführung verpflichtet und durfte auch ohne das Einverständnis des Ehemanns erwerbstätig sein“, führte Ruth Müller weiter aus. Ersteres dürfte eine Tatsache sein, die sich manche Männer auch heute ab und an vor Augen führen sollten, wenn von der Frau erwartet wird, neben Job und Kindern auch noch alleinig für den Haushalt verantwortlich zu sein. Und kaum zu glauben, aber dennoch war: Erst ab 1997 wurde die Vergewaltigung in der Ehe zur Straftat erklärt.

„In Bayern wurde das Frauenwahlrecht 1918 eingeführt und 1919 durften die bayerischen Frauen zum ersten Mal anlässlich der Landtagswahl an die Wahlurne. Nach der Landtagswahl 2018 ist der Frauenanteil wieder auf 28 Prozent zurückgegangen“ stellt Ruth Müller weiterhin fest. Von 205 Abgeordneten gäbe es lediglich 55 Frauen, weshalb die SPD auch einen Gesetzesentwurf für mehr Frauen in den Parlamenten eingebracht habe. „Übrigens hat vor 70 Jahren auch eine SPD-Politikerin, Elisabeth Selbert, dafür gekämpft, dass der Satz Männer und Frauen sind gleichberechtigt in das Grundgesetz aufgenommen wurde“, fügte die frauenpolitische Sprecherin hinzu.

Im Anschluss an den Film bot sich den Gästen noch die Gelegenheit, bei einem kleinen Imbiss und Getränken über das Gesehene zu sprechen, welche auch rege wahrgenommen wurde. Die Resonanz auf das erste Kino im Bürgersaal  war eindeutig: Eine Wiederholung würde von allen Seiten begrüßt werden. Besonders in Erinnerung blieb ein eindrucksvolles Zitat zum Ende des Films: „Wir sind alle einzigartig, aber doch alle gleich – darum sollten auch alle, egal ob Mann oder Frau die gleichen Rechte haben.“ Besser kann man die Essenz des Internationalen Frauentages und die Bedeutung von 100 Jahren Frauenwahlrecht in Deutschland nicht ausdrücken.

 

Ruth unterwegs:

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Niederbayernbereisung der BayernSPD-Landtagsfraktion am 13. März 2015

Was sind die Sorgen der Bürger, wenn es um gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern geht? Dies ist die Kernfrage, mit der sich die im Herbst eingesetzte parteiübergreifende Enquete- Kommission im Landtag befasst. Sie wurde auf Drängen der SPD ins Leben gerufen. Die SPD will die Themen aber nicht nur in München erörtern, sondern auch vor Ort.

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SPD-Abgeordnete Ruth Müller sieht Enquete-Kommission als großen Erfolg - Land und Städte müssen sich ergänzen

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