Ist der Boden beim Handwerk noch golden?

Veröffentlicht am 18.08.2020 in Arbeit & Wirtschaft

Ruth Müller, MdL besucht die Handwerkskammer Niederbayern Oberpfalz

Wenn in den Nachrichten über die Folgen der Pandemie gesprochen werden, stehen oft die großen Unternehmen in Deutschland im Vordergrund. Doch ein weiterer großer Arbeitgeber ist das deutsche Handwerk. „Für mich sind unsere Handwerksbetriebe mindestens genauso wichtig, wie die Automobilbranche, wir dürfen hier niemanden vergessen und bevorzugen, wenn wir gestärkt aus diesem Jahr hervorgehen wollen“, stellte Ruth Müller, MdL (SPD) klar.  Im Rahmen ihrer Sommergespräche war die Landtagsabgeordnete am Lurzenhof zu Gast. Karl-Heinz Moser, Vizepräsident der Handwerkskammer Niederbayern Oberpfalz, sieht das bayerische Handwerk im Allgemeinen nicht gefährdet. „Es gibt Betriebe, die hatten überdurchschnittlich viel Arbeit und andere, die mit ihren Mitarbeitern in Kurzarbeit gehen mussten".   Eine Bitte hatte der Vizepräsident an die Abgeordnete: "Um langfristig die Existenzen zu sichern, brauchen wir nicht nur die Investitionen der privaten Haushalte sondern auch der Kommunen". 

Zu den Sorgenkindern der Handwerkskammer zählen im Moment die KFZ-Betriebe. „Keiner will sich zurzeit ein Auto kaufen. Durch die geringeren Strecken, die gefahren werden, sind auch die Anzahl der Reparaturen zurückgegangen“, so Hans Schmidt, stellvertretender Geschäftsführer. Und im Tourismus leide das Bäderdreieck unter den Coronabedingten Auflagen und Rückgängen. 

 

 „Laut unserer aktuellen Auswertung sind die Betriebe im Baugewerbe weniger stark betroffen, da mangels Urlaubsreisen viel im eigenen Heim investiert wird. Es ist eher der Dienstleistungssektor, welcher uns Sorgen macht“, so Moser weiter.

Nach wie vor wird die Aus- und Weiterbildung bei den Handwerkskammern groß geschrieben: In Niederbayern und der Oberpfalz gibt es insgesamt elf Bildungszentren der Handwerkskammer. Im März mussten alle Einrichtungen geschlossen werden und auf E-Learning gesetzt werden. Laut Michael Pigat, Leiter des Bildungszentrums, war dies ein Erfolg. „Wir haben hier schnell gute Strukturen erschaffen, die uns geholfen haben diese besondere Lage zu überstehen“, erläuterte  Hans Schmidt, der als stellvertretender Hauptgeschäftsführer einen guten Gesamtüberblick über die Situation hat.

 

 Am Standort in Landshut sind 400 Beschäftigte und davon 250 im Aus- und Fortbildungsbereich tätig. „Ich möchte auch hier meine Dankbarkeit für den Einsatz der Belegschaft aussprechen. Solche Krisen schaffen wir nur durch in einer gemeinsamen Kraftanstrengung“, lobte Ruth Müller.

Seit Anfang Mai wird mit einem Hygienekonzept wieder unterrichtet. Dies wolle man auch als Signal für die Ausbildungsbetriebe verstanden wissen. Denn wir brauchen nach wie vor in allen Ausbildungsbetrieben junge Nachwuchskräfte. Deshalb hoffe man noch auf den Abschluss von Lehrverträgen. Sowohl die Betriebe als auch die Auszubildenden hätten in den letzten Wochen abgewartet, wie sich die Lage entwickle.  "Bis jetzt liegen die Zahlen noch hinter dem Vorjahr“, sagte Moser und weiter: „Eine Ausbildung im Handwerk ist der Grundstock für eine erfolgreiche Berufslaufbahn". Die Vertreter der Handwerkskammer ließen es sich nicht nehmen, der Abgeordneten ihr neues Schmuckstück zu zeigen: die neugebaute Halle in der Mechaniker für landwirtschaftliche Geräte ausgebildet werden. „Der Beruf ist vielseitiger als es den Anschein hat und wird dringend gebraucht“, erwähnte Micheal Pigat als er die Landtagsabgeordnete durch die Halle führte, in der schon wieder junge Auszubildende Hydraulikbauteile und Motoren zerlegten.

 

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