Leidvolle Tiertransporte: SPD fordert verbindliche und rechtssichere Vorgaben bei länderübergreifenden Tiertransporten

Veröffentlicht am 09.05.2019 in Umwelt & Verkehr

Ruth Müller, MdL und landwirtschaftspolitische Sprecherin der SPD Landtagsfraktion, Maria Noichl, MdEP

SPD-Politikerinnen Ruth Müller (MdL) und Maria Noichl (MdEP): Minister Glauber muss endlich für Rechtssicherheit sorgen und Tierquälerei stoppen

Per Eilverfahren hat das Verwaltungsgericht München am Dienstag entschieden, dass Veterinärämter verpflichtet werden, Tiertransporte in Nicht-EU-Länder wieder zuzulassen. Das widerspreche dem Versprechen des Umweltministers, kritisiert Ruth Müller, agrarpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion: "Was Minister Glauber von den Freien Wählern noch vor wenigen Wochen beteuert hat, ist nun Schall und Rauch", zeigt sich Müller enttäuscht. "Wir fordern die Staatsregierung auf, hier gesetzlich nachzubessern und verpflichtende und rechtlich haltbare Regeln zu definieren!"

Die EU-Abgeordnete Maria Noichl betont: "Es kann nicht sein, dass der Transport von lebenden Tieren am Ende billiger ist als der Transport von Fleisch. Hier müssen EU-weite Standards geschaffen werden, um das unnötige Tierleid endgültig zu beenden!"

Die Landshuter Abgeordnete Müller befürchtet, dass der grausame und oft unnötige Transport von Tieren über tausende Kilometer wieder zum Standard wird. Konkret fordert sie in einem Antrag, der in Kürze im Plenum des Bayerischen Landtags behandelt wird, dass EU-weit einheitliche Standards festgelegt werden, um beispielsweise die Transportzeiten zu verkürzen, die Kontrolldichte zu erhöhen und hierfür Personal bereitzustellen. Darüber hinaus sei es elementar, dass Transporte nur noch in Länder erfolgen dürfen, welche die EU-weiten Tierschutzstandards garantieren.

"Für uns ist klar, dass der Tierschutz nicht an den Außengrenzen der EU enden darf", betont Müller. "Die Staatsregierung kann bei der Behandlung unseres Antrags zeigen, ob ihnen das Tierwohl wirklich am Herzen liegt!"

 

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